Sichern Sie Ihren Immobilienbesitz - Arne Freiherr von Hinkelbein

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Sichern Sie Ihren Immobilienbesitz

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In der Fiktion unseres Systems sind alle, damit meine ich Banken und s.g. öffentlich rechtliche Institutionen, hinter dem Besitz und insbesondere Immobilienbesitz der Menschen her, um ihn an sich zu reißen. Oft mit unglaublichen Methoden. Daher sollten Sie, liebe Menschen, versuchen, Ihren Besitz bestmöglich gegen den räuberischen Zugriff zu sichern. Bei Geldanlagen ist dies sehr einfach. Hier sollte man sich von sämtlichen Papier-Werten trennen und in Edelmetall umtauschen, solange dies möglich ist. Papierwerte sind immer nur Schuldscheine, Schuldverschreibungen, Wert- und Pfandbriefe und somit Schulden mit einem Versprechen. Edelmetalle hingegen sind der Wert, keine Fiktion und können ohne weiteres verschenkt, vererben, verlihen und verkauft werden, ohne daß ein Zugriff der „Räuber“ möglich wäre.

Bei Immobilien, das ist das Gegenteil von mobil, ist das schon schwieriger. Hier bietet sich die Möglichkeit des Nießbrauches an. Der Nießbrauch (§ 1030 BGB) ist ein unabdingbares Recht an einer Sache. Selbst wenn eine Versteigerung ansteht, kann ich mir, solange ich noch Eigentümer an der Sache bin, mir ein Nutzungsrecht (Nießbrauch) einrichten, anders als viele Notare dies behaupten. Hier stellt sich die Frage des warums?

Nießbrauch, was ist das. Schauen wir einmal bei Wikipedia nach:

Der Nießbrauch ist das unveräußerliche und unvererbliche absolute Recht, die Nutzungen (§ BGB) einer fremden Sache, eines fremden Rechts oder eines zu ziehen (Nießbrauch an Sachen, § BGB; Nießbrauch an einer Erbschaft, § 1089 BGB). Der Begriff ist eine Lehnübersetzung des lat. ûsus frûctus ‚Fruchtgenuss‘; vgl. den auch im Alltag gebräuchlichen Ausdruck Nutznießer. Die häufigste Form des Nießbrauchs ist ein lebenslanges Recht, eine Wohnung oder ein Haus zu bewohnen und alle Nutzungen aus dem Grundstück zu ziehen. Hiervon zu unterscheiden ist das Wohnrecht, welches lediglich das Bewohnen/Nutzen eines Gebäudes oder Teilen eines Gebäudes gestattet, nicht jedoch die Fruchtziehung.“

Nocheinmal weil es sooo wichtig ist: „Der Nießbrauch ist das unveräußerliche und unvererbliche absolute Recht….“

Und was versteht man unter „absolutes Recht“?

Hierzu wieder Wikipedia: „Absolute Rechte verschaffen dem Berechtigten eine ausschließliche, rechtlich geschützte Herrschaft über einen bestimmten Bereich, die von jedermann zu respektieren ist. Absolute Rechte wirken gegen alle (erga omnes) und bilden damit das Gegenstück zu relativen Rechten, welche grundsätzlich nur zwischen den beteiligten Personen wirken (inter partes).
Kennzeichen eines absoluten Rechts ist, dass der Rechtsinhaber andere von der Benutzung ausschließen kann (Ausschlussfunktion = negativer Anwendungsbereich) und das Recht alleine nutzen kann (Nutzungsfunktion = positiver Anwendungsbereich). Die absoluten Rechte lassen sich in Persönlichkeitsrechte, dingliche Sachenrechte und unterteilen. Das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb ist ? mit Einschränkungen ? ebenfalls ein absolutes Recht.
Wegen ihrer Geltung gegenüber jedermann müssen diese Rechte auch für jedermann erkennbar und bestimmbar sein. Es besteht deshalb Typenzwang und ein Numerus clausus, das heißt, es dürfen nicht neue absolute Rechte dazuerfunden werden. Der Erkennbarkeit dient z. B. die Eintragung in das Grundbuch oder in ein Register (Patent, Marke). Beim Eigentum kann das absolute Recht u. U. am Besitz erkennbar sein. Im Urheberrecht wird das absolute Recht durch das wahrnehmbare vom Urheber geschaffene Werk selbst erkennbar.
Absolute Rechte sind gegenüber Jedermann geschützt. Zum Schutz gegen rechtswidrige Eingriffe bestehen Abwehr- und Ersatzansprüche. Dazu gehören Beseitigungsansprüche, Unterlassungsansprüche, und Bereicherungsansprüche aus Eingriffskondiktion.

Mit der Einrichtung des Nießbrauches an Ihrer Immobilie haben Sie ein lebenslanges Nutzungsrecht.

Doch Vorsicht- die Urkunde, die von einem Notar zu erstellen ist, muß richtig formuliert sein, daß sämtliche das Grundstück betreffenden Kosten, öffentliche Abgaben, Umlagen etc., insbesondere auch außergewöhnliche Aufwendungen von dem Eigentümer allein zu tragen sind.

Wer will auf eine solch belastete Immobilie noch ein Gebot im Falle einer Zwangsversteigerung abgeben?

der Entscheidung des Bundesgerichtshof (Beschluß vom 14.07.2011, Az: V ZB 271/10), daß die Bestellung eines Nießbrauchs gemäß § 1030 BGB durch den jeweiligen Eigentümer eines Grundstücks zu eigenen Gunsten rechtmäßig ist und ohne das Vorliegen eines besonderen Interesses an der Bestellung erfolgen kann, hat sich die Situation für die Bürger nochmals verbessert.
 
 
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